Familienfreundliche Gemeinde


Was ist das Audit familienfreundlichegemeinde?

Das Audit familienfreundlichegemeinde ist ein kommunalpolitischer Prozess, in dem durch Workshops und andere Aktionen die vorhandenen familienfreundlichen Maßnahmen festgestellt werden.
Unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe bedürfnisorientiert neue Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit in der Gemeinde.
Nach Beschluss des Gemeinderates werden diese Maßnahmen im Zeitraum von 3 Jahren umgesetzt.


Motive für die Teilnahme!

In Zeiten von wirtschaftlichen- und gesellschaftspolitischen Veränderungen ist es enorm wichtig, auch in den Gemeinden mit Maßnahmen darauf zu reagieren. Wirtschaftlich sehen wir uns derzeit mit rückläufigen Einwohnerzahlen in den ländlichen Gemeinden, sowie mit Reduktionen von Fördermitteln und Mehrbelastungen im Familienbereich konfrontiert.
Gesellschaftspolitisch finden Familien immer schwierigere Rahmenbedingungen vor.
Die traditionelle Großfamilie gibt es kaum noch, Familiennetzwerke fehlen.
Der demografische Wandel stellt uns vor neue Herausforderungen: Weniger Kinder, mehr ältere Leute.

Mit der Teilnahme am Projekt Audit familienfreundlichegemeinde haben wir die Möglichkeit, diesem Trend entgegenzuwirken.
Die Umsetzung des beschlossenen Maßnahmenpaketes, basierend auf Analysen und Umfragen, ermöglicht einem engagierten Team die laufende Verbesserung des Klimas in der Gemeinde.

Die angestrebte Akzeptanz unserer Tätigkeit in der Bevölkerung ist nur durch ein hohes Maß an Freiwilligenleistung erreichbar. Die Berücksichtigung aller Generationen ermöglicht uns einen Zugang zum gesamten Lebenszyklus.
Bei unseren Entscheidungen und Aktivitäten müssen wir uns auch der Nachhaltigkeit bewusst sein, um auch künftig in wirtschaftlich wesentlich schwierigeren Zeiten unseren Stellenwert zu bewahren.

Wir sehen es als äußerst wichtig, dass neben erforderlichen Großprojekten und Bauvorhaben, auch das Wohlfühlklima für Familien in der Gemeinde durch zusätzliche Maßnahmen verbessert wird.

 

Ziel:

Steigerung der Attraktivität der Gemeinde als lebenswerter Standort für Jugend, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

 


Durchgeführte Maßnahmen für die Vollzertifizierung 2017-2020:

  • Sanierung des Sportplatzes Siedlung-Erlahof - Erhöhung der Sicherheit des Sportplatzes und dadurch weitere Nutzung sicherstellen

  • Bewusstseinsbildung Hundekotsackerlspender - Hundebesitzer auf massive Verschmutzung aufmerksam machen und dadurch Verunreinigungen reduzieren

  • Büchertausch und Filmbibliothek - Bücher in Umlauf bringen, Bildung und Kommunikation fördern, Belebung der vorhandenen „Kleiderkammer“

  • Blumenschmuck im Ortsgebiet auf öffentlichen Flächen - Verschönerung des Ortsbildes, Förderung von Privatinitiativen

  • Gesprächsrunde in Spitz und den Katastralgemeinden - Einbindung der Bevölkerung in den Ortsteilen, Verbesserung des Informationsflusses und der Kommunikation zur Förderung der Familienfreundlichkeit (generationsübergreifend)

  • Tanzkurs für Jung und Alt anbieten - Gesundheitsförderung, soziale Kontakte und Gemeinschaft pflegen, generationsübergreifend

  • Bewerbung der NMS-Spitz - Vorteile und Stärken der NMS bekannt machen, um Abwanderung der Schüler in andere Bildungseinrichtungen hintanzuhalten


Staatliche Auszeichnung "familienfreundlichegemeinde" 2020

Das Audit-Kuratorium der Erteilung des Zertifikats familienfreundlichegemeinde hat an die Marktgemeinde Spitz - nach Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen und Erfüllung aller geforderten Kriterien - erneut zugestimmt. Das Gütezeichen sowie die Zertifizierung stellen eine staatliche Auszeichnung dar, welche die Gemeinde mit der Teilnahme am Audit für weitere 3 Jahre erhalten hat.


ZUM BERICHTEARCHIV




Kontaktstelle „familienfreundlichegemeinde“: 

 

Projektleiterin Vizebürgermeisterin Maria Denk

vzbgm.maria.denk@spitz-wachau.at

Denk Maria Portrait - © ÖVP


 

 

 Spitz ist zertifizierte Gemeinde

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