Wachau-Chor Spitz gestaltet Hochamt im Passauer Dom - Sternstunde in der 170jährigen Vereinsgeschichte

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Der Wachau-Chor Spitz hatte die ehrenvolle Einladung erhalten, im Dom zu Passau, dem größten barocken Kirchenbau nördlich der Alpen, ein Hochamt musikalisch zu gestalten. Insgesamt 83 Reiseteilnehmer – Sänger, Musiker und Begleitpersonen – machten sich am frühen Morgen des 11. Oktober mit zwei Autobussen der Fa. Bernhardt auf die Reise nach Passau.

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Gleich nach der Ankunft wurden die Spitzer vom Passauer Domkapitular Monsignore Manfred Ertl auf sehr herzliche, freundschaftliche Weise empfangen. Bei einer persönlichen Führung durch den riesigen Passauer Stephansdom durften die Reiseteilnehmer in der herrlichen Sakristei u.a. das wertvollste Stück des Domschatzes aus nächster Nähe betrachten: einen kunstvoll vergoldeten Bischofsstab aus dem Jahr 1490.

Nach einer Probe im Dom und dem eindrucksvollen Besuch des mittäglichen Orgelkonzerts gab es ein vorzügliches Mittagessen in der Heilig-Geist-Stiftsschenke, einem traditionsreichen Restaurant mit engen Beziehungen zur Wachau: 6 ha eigene Weingärten in der Wachau gehen auf eine Stiftung aus dem Jahr 1358 zurück und werden heute vom Weingut Salomon Undhof bewirtschaftet.

Nach einer informativen Stadtführung wurde die Gruppe im IBB-Hotel Passau untergebracht.

Höhepunkt der Chorreise war am Sonntag die musikalische Gestaltung des Hochamtes zum Feiertag St. Maximilian, dem Patron der Diözese Passau.

Unter der Leitung von Michael Koch führte der Wachau-Chor Spitz, unterstützt durch befreundete Sänger des Unionchores Ottenschlag, die festliche „Missa Sancti Liborii“ des bedeutenden nö. Komponisten Johann Georg Albrechtsberger (1736 – 1809) auf. Michael Koch hatte das seit 1888 nicht mehr erklungene Werk als Erstdruck nach alten Handschriften im Göttweiger Musikarchiv herausgegeben.

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Jene 12 Musiker, die in den letzten Jahren schon mehrfach das Orchester bei Aufführungen des Wachau-Chores gebildet hatten, traten in Passau erstmals unter der Bezeichnung „Cappella Wachovia“ auf. Auch Prof. Franz Haselböck, der langjährige musikalische Partner und Mentor der Spitzer, war nach Passau mitgereist und führte mit seinem beeindruckenden Orgelspiel die ganze Klangpracht der größten Domorgel der Welt vor!

Die Aufführung der Spitzer war sogar in einem Artikel der „Passauer Neuen Presse“ angekündigt worden, und so kamen gut 500 Messbesucher, die nach dem Gottesdienst lang anhaltenden Applaus spendeten!

Das größte Kompliment kam von Domkapellmeister Gerhard Merkl, der der Aufführung beiwohnte: Er lobte ausdrücklich die „sehr schöne Aufführung durch eine wirklich tolle Truppe“ und lud die Spitzer ein, jederzeit wieder im Passauer Dom zu singen!

 

02 Gesamte Reisegruppe vor dem Dom.jpg Das abschließende Mittagessen wurde im 200 Jahre alten Wirtshaus „Bayerischer Löwe“ eingenommen, ehe man die Heimreise antrat. Zuletzt bedankte sich Chorleiter Michael Koch für die überaus engagierte Mitwirkung aller Sänger und Musiker und bei Vorstand Mag. Claus Hamberger, der diese 38. Auslandsreise des Wachau-Chores als Geschenk zum 50. Geburtstag des Chorleiters initiiert und organisiert hatte.

Besonders erfreulich für unseren Ort ist die Tatsache, dass Domkapitular Msgr. Ertl betonte, dass er gemeinsam mit dem Wachau-Chor die historische Verbindung der Diözese Passau mit Spitz neu beleben wolle! Er wird bereits im Frühjahr 2015 anlässlich der Weihe der neuen Kleinorgel nach Spitz kommen.

So stellte die zweitägige Passau-Reise zweifellos einen absoluten Höhepunkt in der 170jährigen Vereinsgeschichte des Wachau-Chores dar und steht auf einer Stufe mit den legendären Messgestaltungen im Petersdom zu Rom (1996) und im Wiener Stephansdom (2001).

 

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13.10.2014

 Spitz ist zertifizierte Gemeinde

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