Triumphale Ankunft: Ulmer Schachtel landet erfolgreich in Spitz an der Donau

Die Ulmerschachtel bei ihrer Ankunft in Spitz an der Donau

35 Freunde der Gesellschaft der Donaufreunde Ulm haben ihre erlebnisreiche 6-tägige Donauschifffahrt mit der Ulmer Schachtel in Spitz an der Donau erfolgreich abgeschlossen. Von einem feierlichen Start mit einem Korso der Ulmer Schachteln in Regensburg führte die Reise entlang der Donau in Niederbayern, durch den malerischen Strudengau, den Nibelungengau bis in die beeindruckende Wachau. Wo sie herzlich empfangen wurden und einen unvergesslichen Tag voller kultureller Entdeckungen und kulinarischer Genüsse erleben konnten.

In Spitz an der Donau wurden die Donaufreunde herzlich empfangen. Bürgermeister Dr. Andreas Nunzer, die Direktorin des Schifffahrtsmuseums Spitz Susanne Zanzinger, Schlossvereinsobmann Franz Lechner und der Obmann des Tourismusvereins Spitz Ewald Stierschneider jun. hießen die Gäste persönlich willkommen.

Empfang der Ulmerschachtel:Empfang der Ulmerschachtel: v.l.n.r.: Tourismusvereinsobmann Ewald Stierschneider jun., Kapitän Gerd Hölzel, Museumsdirektorin Susanne Zanzinger, Bürgermeister Dr. Andreas Nunzer, Schiffskoch & Spitz-Freund August Kottmann und Schlossvereinsobmann Franz Lechner

Bürgermeister Dr. Andreas Nunzer unterstrich in seiner Begrüßungsrede die besondere Bedeutung dieser Reise: „Die Ankunft der Donaufreunde aus Ulm hier in Spitz ist ein herausragendes Ereignis. Diese Donauschifffahrt ist mehr als eine symbolische Verbindung; sie steht für die tiefen Beziehungen zwischen den Menschen und Orten entlang der Donau. Unsere gemeinsamen historischen und kulturellen Werte verbinden uns auf besondere Weise. Wir sind dankbar für diese Begegnungen, die unsere Freundschaft stärken und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse in der Zukunft.“

Begrüßungsworte durch Bürgermeister Dr. Andreas Nunzer

Begrüßungsworte von Bürgermeister Dr. Andreas Nunzer


Nach den offiziellen Begrüßungsworten besuchten die Teilnehmer das Schifffahrtsmuseum Spitz, wo sie von Frau Susanne Zanzinger und ihrem Gatten Karl Zanzinger eine eindrucksvolle Führung durch die prachtvollen Schiffsmodelle und Räumlichkeiten erhielten.

Direktorin Susanne Zanzinger äußerte sich begeistert: „Es ist wunderbar zu sehen, wie die Tradition der Donauschifffahrt Menschen aus verschiedenen Regionen zusammenbringt. Das Schifffahrtsmuseum Spitz ist stolz darauf, Teil dieser besonderen Reise zu sein und den Donaufreunden aus Ulm einen Einblick in unsere maritime Geschichte zu geben. Wir hoffen, dass dieser Besuch die historischen Verbindungen weiter vertieft.“

Susanne & Karl Zanzinger mit einem Bild vom letzten Besuch der Ulmer Schachtel 2012 mit Dr. Kurt Schäfer - "Der Modellbauer" des Schifffahrtsmuseums am Ruder der Ulmer Schachtel

Susanne & Karl Zanzinger mit einem Bild vom letzten Besuch der Ulmer Schachtel 2013 mit Dr. Kurt Schäfer - "Der Modellbauer" des Schifffahrtsmuseums am Ruder der Ulmer Schachtel


Im Anschluss führte ein Spaziergang entlang der Weinterrassen und vorbei an der Pfarrkirche Hl. Mauritius die Gruppe zu einem gemütlichen Mittagessen. Bei einem Glas hervorragenden Wachauer Weins und in freundlicher Gesellschaft konnten die Donaufreunde die Gastfreundschaft von Spitz noch intensiver erleben. Den kulinarischen Höhepunkt bildeten die traditionellen Wachauer Marillenknödel, die als krönender Abschluss serviert wurden.

Gemeinsames Foto mit den Ulmer Donaufreunden auf der "Ulm" vor der Abfahrt

Gemeinsames Foto mit den Ulmer Donaufreunden auf der MS Ulm vor der Abfahrt


Ewald Stierschneider jun., Obmann des Tourismusvereins Spitz, sagte: „Die Ankunft der Donaufreunde Ulm ist für uns in Spitz ein ganz besonderes Ereignis. Es ist uns eine große Freude, unsere Gäste in einer Region begrüßen zu dürfen, die für ihre landschaftliche Schönheit und herzliche Gastfreundschaft bekannt ist. Wir sind bestrebt, diese Verbindung durch solche Begegnungen weiter zu vertiefen. Wir hoffen, dass die Donaufreunde viele wunderbare Erinnerungen mit nach Hause nehmen und bald wieder zu uns zurückkehren.“

Die Gesellschaft der Donaufreunde Ulm verabschiedete sich dankbar und versprach, Spitz an der Donau bald wieder zu besuchen. Diese Reise hat die Freundschaft und Verbundenheit weiter gestärkt und wird allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.


Die ulmische Donauschifffahrt, historisch bedeutsam und vielfältig:

Seit dem 12. Jahrhundert beförderte Ulm Personen und Waren auf der Donau, zunächst auf Flößen. Im 16. Jahrhundert entstanden die ersten großen Transportzillen durch Schiffbauer aus Ingolstadt, Deggendorf und Windorf. Diese „Wiener Zillen“, später als „Ordinarischiffe“ bekannt, wurden wegen ihrer regelmäßigen Fahrten nach Wien benannt.

Die Ulmer Schiffer, auch „Schopper“ genannt, dichteten die Schiffe mit Moos ab, was ihnen den Namen „Schopperplätze“ einbrachte. Die Flotte spielte eine entscheidende Rolle im Personentransport, wie bei der Auswanderung nach Ungarn und Truppentransporten gegen die Türken.

Der Warenverkehr auf der Donau entwickelte sich von Wein und Ulmer Leinwand im Mittelalter zu europäischen Gütern im 19. Jahrhundert. Trotz des Aufkommens der Eisenbahn blieb die Donauschifffahrt bis 1897 bedeutend. Ab dem frühen 20. Jahrhundert entstanden touristische Schachtelfahrten, aus denen die Gesellschaft der Donaufreunde entstand, die seit 1914 besteht.


Die Gesellschaft der Donaufreunde 

Die Gesellschaft der Donaufreunde Ulm, gemäß ihrer Satzung, fördert nicht nur die Tradition der Ulmer Donaufahrten, sondern auch die kulturelle Verbundenheit Ulms mit den Donaustädten. Diese Tradition besteht seit einem Jahrhundert. Im Jahr 1914 begann der Fremdenverkehrsverein Ulm/Neu-Ulm nach dem Ende der gewerblichen Donauschifffahrt mit Fahrten auf der Ulmer Schachtel "Schwaben". Diese Fahrten hatten das Ziel, die Donau zu beleben und für Ulm zu werben. Obwohl der Erste Weltkrieg die Pläne unterbrach, wurden sie 1924 wieder aufgenommen. Die Fahrten waren geprägt von Empfängen und Begegnungen in Städten wie Neuburg, Straubing, Passau und in Österreich in Engelhartszell, Spitz und Krems.

1926 entstand aus dem Fremdenverkehrsverein der Verein der Donaufreunde Ulm – Neu-Ulm, der sich das Ziel setzte, die kulturellen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen entlang der Donau zu fördern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Fahrten 1949 wiederaufgenommen, zunächst von ehemaligen Vereinsmitgliedern und später von der Gesellschaft der Donaufreunde organisiert. Die erste Fahrt nach Wien fand 1956 statt, nach Budapest im Jahr 1961 und nach Belgrad 1964. 1976 unternahmen sie ihre erste Fahrt zum Schwarzen Meer.

Die Ulmer Schachtel ist heute ein Symbol der Verbindung zwischen den Gemeinden entlang der Donau und eine Botschafterin der Stadt Ulm, bekannt für ihr unverkennbares Aussehen.


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05.07.2024

 Spitz ist zertifizierte Gemeinde

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