Aus dem Gemeindearchiv: Archivale des Monats Juni - Das Lied des Nachtwächters

Gemeindechronik

Am heutigen „Druschplatz“ stand bis in die 1930er Jahre ein kleines Gemeindehaus. Dieses wurde vom Markt für den Nachtwächter bereitgestellt. Sein Aufgabengebiet wurde im Jahr 1927 genauer definiert.

Durch die Chronik des Marktes Spitz von Eduard Effenberger ist uns das ehemalige Lied des Nachtwärters erhalten geblieben:

 

Um 10 Uhr abends: 

  „Alle meine Herren lasst euch sagen, der Hammer und der hat zehne g’schlagen, Betet zum heiligen Florian, der uns beschützen vor Feuer kann. Lobet Gott und unsere liebe Frau. Gelobt sei Jesus Christus. Hat zehne g’schlagen.“

 

Ähnlich die weiteren Stunden bis 1 Uhr früh.

Um 2 Uhr früh:  

„Alle meine Herren lasst euch sagen, der Hammer und der hat zweie g’schlagen. Die Nacht ist vergangen, der Tag bricht an, das verkündet uns der Hahn. Lobet Gott und unsere liebe Frau. Gelobt sei Jesus Christus hat zweie g’schlagen.“

 

Um 3 Uhr früh (zum letzten Male): 

 „Alle meine Herren lasst euch sagen, der Hammer und der hat dreie g’schlagen. Hausdirn steh auf, es ist schon Zeit, die Vöglein singen auf grüner Haid. Der Fuhrmann auf der Straßen, Gott wird ihn nicht verlassen. Lobet Gott und unsere liebe Frau. Gelobt sei Jesus Christus. Hat dreie g’schlagen.“

 

01.06.2024

 Spitz ist zertifizierte Gemeinde

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